Zukunftskonferenzen in Städten, Landkreisen und Gemeinden für die Verbesserung der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung
Wie sieht die Quantität und Qualität der Angebote frühkindlicher Bildung und Betreuung in unseren Kommunen aus?
...zum ArtikelNeuer Index analysiert Armutsvermeidung und Bildungszugang als Problemfelder
Im Vergleich mit 31 OECD-Staaten liegt Deutschland mit Platz 15 lediglich im Mittelfeld. Das zeigt eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung. Unter die Lupe genommen wurden die Politikfelder Armutsvermeidung, Bildungszugang, Arbeitsmarkt, sozialer Zusammenhalt und Gleichheit sowie Generationengerechtigkeit. Angeführt wird der Gerechtigkeitsindex von
...zum ArtikelKleine Peiniger - Wenn Kinder an der Grundschule mobben
Schule kann für manche Kinder auch ohne schlechte Noten ein Martyrium sein – Mobbing ist der Grund. Die Palette reicht dabei von verbalen Attacken und Demütigungen sowie sozialer Ausgrenzung bis hin zu körperlichen Angriffen auf die Opfer. Bei Kindern wird dieses Mobbing auch Bullying genannt, was man mit „Tyrannisieren“ oder „Drangsalieren“ übersetzen kann.
...zum ArtikelDie erste Zukunftskonferenz des Vogtlandes hat gestern Abend in Plauen stattgefunden. Im Ratssaal trafen sich Verantwortliche aus dem Jugend- und Sozialamt, Fachkräfte aus Kindergärten und Grundschulen und von Vereinen, um sich vier Stunden lang zum Thema „Frühkindliche Förderung" auszutauschen.
Plauen. „Respekt, wie intensiv hier auch nach einem langen Tag noch gearbeitet wurde", so Julia Möckel aus Treuen. Sie ist Assistentin des 18 Monate dauernden Programms „Anschwung für frühe Chancen", das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) initiiert wird. Nach Plauen geholt hat das Projekt, zu dem die Konferenz gehört, Mathias Stempell vom Verein Die Kinderinsel Vogtland e.V. Er ist überzeugt, dass die Teilnehmer wissen, wie wichtig eine möglichst frühe Förderung ist. Was die meisten der nicht ganz 20 Teilnehmer indes genau erwarteten, brachte Susan Roth, selbständige Ergotherapeutin aus Weischlitz, auf den Punkt: „Ich suche Netzwerkpartner und will mich bei individuellen Problemen beratschlagen können."
Die Konferenz wurde von Bernhard Vetter, Sozialpädagoge aus Jena, moderiert. Er leitet ein Fortbildungsinstitut. Für ihn seien die vielen Ideen der Vogtländer inspirierend gewesen, wie er sagte. An konkreten Fallbeispielen wurde vorerst noch nicht gearbeitet. Vielmehr sprach man – meist in Kleingruppen über die Realisierung eines gemeinsamen Zieles: ein Frühförder-Atlas mit allen wichtigen Anlaufstellen im Vogtland soll entstehen. In zwei Monaten will man sich voraussichtlich wieder treffen. Die Teilnahme an der Zukunftskonferenz ist kostenfrei.
Bei Fragen zum Programm können sich Interessierte bei Mathias Stempell unter Telefon 03741/406629 melden oder via E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Fragen zum bundesweiten Programm beantwortet Ulrike Bergauer unter Telefon: 0351/32 01 56-45, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Allgemeine Informationen finden sich unter www.anschwung.de
Text: Sabine Schott / Bild: DKJS Ulrike Bergauer

Immer mehr Kinder und Jugendliche nutzen heute nahezu täglich das Internet, schreiben Twitternachrichten und kommunizieren in social communities wie Facebook oder Schueler.cc. Dabei sind vielen Eltern die Gefahren nicht bewusst, denen ihre Sprößlinge ausgesetzt sind. Die scheinbare Anonymität verleitet immer mehr Kinder dazu, andere Mitschüler/innen im Internet zu mobben.So kennen 2010 bereits 26% der Mädchen und 21% der Jungen jemand im Bekanntenkreis, der schon mal im Internet fertig gemacht wurde.
Quelle: statista / ENIGMA GfK / JIM 2010
Ein herzliches Dankeschön an Theresia Schumann und Ralf Baumann, den beiden Gründern der Knirpsenbox, die unsere Arbeit mit 100 Euro tatkräftig unterstützen. Die Knirpsenbox ist eine Plattform auf der Kinderbekleidung zwischen jungen Vätern und Müttern getauscht werden kann.
Für unsere Arbeit in der Förderschule zur Stärkung der Medienkompetenz und für unser Antigewalt- und Antimobbing Programm können wir die Hilfe gut gebrauchen.
Erste Zukunftskonferenz im Vogtland startet am 16. April

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung und Die Kinderinsel Vogtland e.V. laden am Montag, 16. April, zu einer erstmals im Vogtland stattfindenden Zukunftskonferenz ein.
Von 17 bis 21 Uhr werden sich im Kinder- und Jugendhaus „eSeF“ an der Seminarstraße 4 Verantwortliche aus dem Jugend- und Sozialamt, Fachkräfte aus Kindergärten und Grundschulen, von Vereinen, Förderschulen und natürlich auch Eltern zum Thema „Frühkindliche Förderung“ austauschen.
„Durch ihre tägliche Arbeit und ihre Erfahrung wissen die Konferenzteilnehmer, wie wichtig frühe Förderung für die Entwicklung von Kindern ist“, sagt Mathias Stempell vom Verein Die Kinderinsel. Auf der Zukunftskonferenz wolle man herausfinden, was vor Ort notwendig ist, um die Reserven der Kleinsten optimal zu nutzen.
Welche Kooperationen sind sinnvoll? Gibt es bereits Netzwerke und Schwerpunktthemen? Und wie kann man sich gegenseitig bei der Arbeit unterstützen? „Wir wollen uns gemeinsam stark machen, dafür, dass sich um die Bildung der Kinder von Anfang an bestmöglich gekümmert wird“, so Stempell. Er hofft, dass die Konferenz Raum bietet für viel Ideen. Nicht von ungefähr lautet das Motto deshalb: „Alle zusammen – Hand in Hand für frühkindliche Bildung“.
Die Teilnahme an der Zukunftskonferenz ist kostenfrei. Sie ist Teil des Programms „Anschwung für frühe Chancen“. Dabei handelt es sich um einen Service des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.
Bei Fragen zum Programm können sich Interessierte bei Mathias Stempell via E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Allgemeine Informationen finden sich unter www.anschwung.de
(Text: Sabine Schott, Foto:fotolia.de)
Kinder- und Jugendliche des Plauener AWO-Kinderheims erfahren beim Projekt „Chancen und Gefahren der Werbung: Angewandte Aufklärung“, wie manipulierbar bunte Bilder machen können
Einmal ein richtiger Star sein und auf dem Cover einer angesagten Jugendzeitschrift abgebildet werden, das ist sicher der Traum fast aller Kinder und Jugendlichen. Für die Bewohner des AWO-Kinderheims in Plauen ging er jetzt in Erfüllung. Während eines mehrwöchigen Projektes des Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanals (SAEK) und des Vereins Die Kinderinsel Vogtland e. V. erfuhren die Neun- bis 18-Jährigen viel über die Grundlagen der modernen Werbung und darüber, wie Werbung oft unbewusst wahrgenommen wird. Thematisiert wurde zum Beispiel, was virales Marketing ist und wie interaktiv es dank Internet und sozialen Netzwerken zugeht.
„Du bist ja wunderwunderschön“, schwärmte Leonie von ihrer großen Freundin Jennifer bei der Abschlusspräsentation. Beinahe hätte die Kleine ihre Teilzeitschwester nicht erkannt. Aus einem ganz normalen Foto Jennys war mit Hilfe der gestalterischen Fähigkeiten von Grafikdesignerin Stefanie Härtwig ein makelloses Portrait entstanden. Werbung hat eben viel mit Illusion zu tun. „Wir haben uns natürlich auch über gesellschaftliche Schönheitsideale unterhalten und darüber, wie auf Bildern retuschiert und manipuliert wird. Daraus entstand die Verwandlungsidee“, so der innovative Medienmacher Robert Fischer. Zusammen mit Medienpädagogin Karoline Schubert von der Computerschule FLIZ leistete der Regisseur einen Großteil der Aufklärungsarbeit, übrigens auch unter den Betreuern des Heims. Und diese staunten nicht schlecht über die Kreativität ihrer Schützlinge, die einfallsreich fotografierten, Plakate ersannen und sich beim Interview mit Mikrofon und Co. versuchten.
Doch Werbung wirkt bekanntlich nicht nur visuell, sondern auch akustisch. Aus diesem Grund produzierte das SAEK-Team unter Leitung von André Zühlke lustige Radiospots. „Die Slogans und Inhalte haben sich die Kids komplett selbst ausgedacht“, so Heimleiterin Kathrin Schubert.
Was aber hat den Nachwuchs-Werbeleuten am besten gefallen? „Ganz klar, dass wir alle ein Team waren und die Älteren den Jüngeren geholfen haben, dass wir viel voneinander gelernt haben“, bringt es Neuntklässlerin Jacqueline auf den Punkt. Sie hat jederzeit Lust, bei einem ähnlichen Projekt mit dabei zu sein. Nur direkt vor die Kamera wolle sie dann nicht unbedingt gleich wieder, gesteht die Schülerin.
(Text und Foto: Sabine Schott)